Elsbeere

Baum 73 von 101

Die Elsbeere (Sorbus torminalis) ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus). Sie gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Elsbeere hat im Laufe der Jahrhunderte viele Namen erhalten, wie beispielsweise den Namen Ruhrbirne, da die Früchte ein bekanntes Mittel gegen die Ruhr waren. Weiterhin ist sie auch unter den Namen Atlasbaum, Atlasbeere, Arisbeere, Arlesbeere, Els-Vogelbeere, Elzbeere, Alzbeere, Schöne Else, Schweizer Birnbaum und Wilder Sperberbaum bekannt.

Die Elsbeere ist ein sommergrüner, 15 bis 25 m, im Wald manchmal über 30 m hoher Baum. Er wächst meist an wärmeren Lagen, südlich exponierten Hängen und Kreten. Die Elsbeere gehört wie auch der Speierling zum mittel- bis südeuropäischen Florenraum. Das nördlichste Verbreitungsgebiet in Europa findet man in Dänemark, das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Mittel- und Südeuropa. Weitere Vorkommen sind in Asien und vereinzelt in Nordafrika anzutreffen.

Das Holz der Elsbeere ist eines der härtesten europäischen Hölzer. Es ist zerstreutporig, der Kern wird normalerweise nicht farblich abgesetzt. Es erzielt sehr hohe Preise, ist im frischen Zustand hell mit samtiger Oberfläche (Seidenholz) und dun kelt rötlich nach. Das Furnier wird für die Möbelschreinerei verwendet.

Die kleinen, apfelartigen Früchte sind essbar, jedoch adstringierend. Erst wenn sie überreif oder gekocht sind, ist das Tannin abgebaut. Überreife Früchte sind bei Vögeln sehr beliebt. Deshalb ist es wichtig, die Früchte rechtzeitig zu ernten. Dies muss von Hand erfolgen, die Früchte sind nicht schüttelbar. Besonders im Elsass wird aus den Früchten der Elsbeere unter dem französischen Namen Alisier ein im Geschmack dem Schlehenschnaps ähnlicher Schnaps hergestellt. In Österreich nennt er sich auch Adlitzbeerenschnaps (dial. Oadlatzbeerschnaps). Die Ausbeute ist allerdings sehr gering: Für 2 Liter Schnaps benötigt man 100 Liter Maische.

In Deutschland war die Elsbeere für das Jahr 2011 und in Österreich für 2012 zum Baum des Jahres gewählt worden.

Weitere Infos

Botanischer Name: Sorbus torminalis

Standort im Arboretum: Ostteil

Baumart: Laubholz

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet: Europa, Asien

Baum des Jahres 2011

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