Europäische Eibe

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Die Europäische Eibe (Taxus baccata), auch Gemeine Eibe oder nur Eibe genannt, ist die einzige europäische Art in der Pflanzengattung der Eiben (Taxus). Sie ist die älteste (Tertiärrelikt) und schattenverträglichste Baumart Europas. Sie kann ein sehr hohes Alter erreichen. Bis auf den bei Reife durch Karotinoide lebhaft rot gefärbten Samenmantel, den Arillus, der becherartig den Samen umgibt und den Eibenpollen, sind alle Pflanzenteile der Europäischen Eibe stark giftig. In allen europäischen Ländern gehört die Europäische Eibe zu den geschützten Pflanzenarten. In Deutschland steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Gefährdungsklasse 3: gefährdet) und war im Jahre 1994 Baum des Jahres sowie Giftpflanze des Jahres 2011.

Das Holz der Eibe wurde seit jeher vom Menschen geschätzt, da es sich durch einen sehr dichten Wuchs und die daraus resultierende Härte auszeichnet. Vor ca. 2000 Jahren begann nicht nur die Buche sich auszubreiten, sondern mit dem Ende der Bronzezeit breitete sich auch der Mensch mehr und mehr in Europa aus. Die starke Nutzung des Eibenholzes hat zum Rückgang der Art beigetragen.

Das Vorkommen von Taxus baccata L. beschränkt sich nicht nur auf Europa, sondern geht über die europäischen Grenzen hinaus. Die Europäische Eibe hat ein Verbreitungsgebiet, das vom Atlasgebirge in Nordwestafrika über Europa, Kleinasien bis in den Kaukasus und den Nordiran reicht.

Weitere Infos

Botanischer Name: Taxus baccata

Standort im Arboretum: Ostteil

Baumart: Nadelholz

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet: Europa, Asien

Baum des Jahres 1994

Quelle / Bildnachweis
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