Sal-Weide

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Die Sal-Weide (Salix caprea), veraltete Schreibweise Saalweide, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Weiden (Salix) innerhalb der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Aufgrund ihrer frühen Blütezeit ab Anfang März ist die Sal-Weide eine wichtige, erste Futterpflanze für Insekten wie zum Beispiel Honigbienen, aber auch ein beliebter Frühlingsschmuck im Haus. Sie ist auch unter den Namen Hänge-Sal-Weide, Palm-Weide und Kätzchen-Weide bekannt. Ferner ist sie regional unter der Bezeichnung Palmkätzchen bekannt – auch die Gebinde aus Weidenzweigen und anderen Gehölzen, die für das Brauchtum am Palmsonntag verwendet werden, tragen diesen Namen.

Der deutsche Name Salweide kommt vom althochdeutschen salaha (Weide). Der lateinische Zusatz caprea erinnert daran, dass die Blätter gerne von Ziegen angeknabbert werden.

Die Sal-Weide kommt in ganz Europa bis nach Mittelasien vor. Sie fehlt im äußersten Süden Europas.

Die Sal-Weide wächst als Baum (Phanerophyt) oder hoher, starkästiger Großstrauch (Nanophanerophyt). Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 2 und 10 Metern, an geeigneten Standorten bis zu 15 Metern. Als Durchschnittsalter der Salix caprea werden 60 Jahre angegeben.

Zusammen mit der Eiche ist die Sal-Weide die bedeutendste Pflanze für die heimische Schmetterlingsfauna. Beinahe einhundert Arten ernähren sich von der Sal-Weide, entweder als Futterstrauch für die Raupen, oder als Nährpflanze für die erwachsene Imago.

Die Rinde der Salweide wird in der Gerberei verwendet. Das Holz wird zur Herstellung von Pfählen genutzt. Von Imkern wird sie vermehrt und besonders an Bienenständen angepflanzt, um die Völker im Frühjahr vor allem mit ausreichender Pollentracht zu versorgen. Der Pollen und Nektarwert wird von Mitte März bis Ende April mit der höchsten Stufe 4 eingestuft.

Weitere Infos

Botanischer Name: Salix caprea

Standort im Arboretum: Westteil

Baumart: Laubholz

Ursprüngliches Verbreitungsgebiet: Europa, Asien

Quelle / Bildnachweis
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